Trident will trotz der überlegenen Konkurrenz im Herbst seinen "XP4" genannten Grafikchip ausliefern. Die preiswerte Grafik-Lösung soll auf Grafikkarten für unter 100 US-Dollar erscheinen.
Bereits im April hatte Trident den XP4 für mobile Geräte (Notebooks) angekündigt. Einem Bericht von Silicon Strategies zufolge soll das Design jetzt auch für AGP-Karten nutzbar sein. Statt bisher 250 MHz soll der Blade XP dann mit bis zu 300 MHz laufen.
Geplant sind drei Versionen des XP4: Das Modell "T3" kommt mit 300 MHz und Support für bis zu 256 MB DDR-Speicher mit bis zu 700 MHz effektivem Takt. Der XP4 T2 läuft mit 250 MHz und kann maximal 64 MB SDRAM mit einem DDR-Takt von 500 MHz ansprechen. T3 und T2 arbeiten mit einem 128 Bit breiten Speicherbus, das Modell T1 hat dagegen nur einen 64-Bit-Bus bei sonst gleichen Spezifikationen wie der T2.
Bei allen drei Modellen arbeiten die Grafikchips zur Schonung der Bandbreite mit sog. "Tiling". Bereits die Kyro-Reihe von PowerVR arbeitete mit dieser Darstellungstechnik.
Tridents erklärt allerdings nicht eindeutig die Unterstützung der Funktionen von DirectX 8.1 und DirectX 9. Der Notebook-XP4 soll aktuellen Informationen zufolge alle Pixel- und Vertex-Shader für DirectX 8.1 umfassen, so dass auch bei der Desktop-Version davon auszugehen ist. Ein Trident-Sprecher sagte gegenüber Silicon Strategies lediglich, die neuen Chips seien "kompatibel zur Beta von DirectX 9". Fest steht hingegen der Rest der Spezifikationen: AGP 4x, vier Pipelines.
Der XP4 besteht nur aus 30 Millionen Transistoren, ein Geforce4 MX ohne Shader etwa kommt auf rund 26 Millionen Transistoren. Damit wäre der XP4 zumindest gut gerüstet, was die Herstellungskosten betrifft - ob auch die Performance für den Mainstream-Markt reicht, müssen erst unabhängige Tests zeigen.
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