Unternehmen sind immer mehr auf die Sicherheit ihrer Informationstechnologien angewiesen, doch weltweit häufen sich die Probleme. Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) befragte gemeinsam mit dem amerikanischen CIO Magazine 8.200 IT-Verantwortliche aus 63 Ländern zum Thema Sicherheit. Wie die Umfrage zeigt, kletterte die Zahl der sicherheitsbezogenen Vorfälle von rund 700 im letzten Jahr auf rund 860 im Jahr 2005, wobei insbesondere Hacker der Hauptgrund für IT-Ausfälle sind. Auch die Gefahr finanzieller Verluste hat zugenommen. Nachdem 2004 nur sieben Prozent aller befragten Unternehmen finanzielle Einbußen durch IT-Probleme hinnehmen mussten, erlitten dieses Jahr 22 Prozent wirtschaftlichen Schaden.
Kurt Glasner, Experte für den Bereich Information Technology bei PwC, meinte, dass das Problem vieler Unternehmen im Kampf gegen IT-Schädlinge darin bestehe, dass die Strategie nicht ganz durchdacht würde und sich somit immer wieder Lücken und Schlupflöcher für Hacker, Viren, Würmer, u.a. ergeben würden. Der einzige Schutz bestehe darin, sich mit Fachzeitschriften auf dem neuesten Stand zu halten und sich darauf basierend eine umfassende IT-Security-Strategie zu überlegen. "Das erfolgreichste Konzept für IT-Sicherheit liegt in der Fähigkeit der Unternehmen, die richtige Mischung aus Know-how, Strategie und Technologie zu implementieren", sagte Glasner.
Täglich werden neue Arten von IT-Schädlingen auf die Unternehmen wie auch auf Privatpersonen freigesetzt. Laut Glasner ist dabei noch kein Abflachen dieser Entwicklungskurve in Sicht. In Deutschland setzt man auf Überwachung und Kontrollen zur Steigerung der IT-Sicherheit. So wollen 38 Prozent (weltweit 29 Prozent) in eine stärkere Überwachung der Internetnutzung ihrer Angestellten und 37 Prozent (weltweit 34 Prozent) in weitere Kontrollen investieren. Der strategische Faktor wird weitgehend vernachlässigt. Nur jedes dritte Unternehmen arbeitet an einer umfassenden Sicherheitsstrategie, jedes vierte an einem strategischen Notfallplan.
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