Apple hat auf seiner Webseite bekannt gegeben, dass einige der neu ausgelieferten iPods mit einem Virus verseucht sind. Dabei dürfte es sich um eine Variante des Spyware-Wurms W32/RJump handeln, der sich über die Datei RavMonE.exe auf Windows-Rechnern einnistet und von dort aus weiterverbreitet. Apple zufolge sind ausschließlich Geräte der neuen Generation betroffen, die seit 12. September im Handel erhältlich sind. Auch sollen maximal ein Prozent der ausgelieferten Geräte betroffen sein. Dennoch ist man um Schadensbegrenzung bemüht und hat auch schon einen Verantwortlichen für die Misere ausgemacht: Microsoft.
"Wie man sich vorstellen kann, sind wir verärgert, dass Windows derartigen Bedrohungen nichts entgegenzusetzen hat. Umso mehr ärgern wir uns aber auch über uns selbst, dass wir den Virus nicht bemerkt haben", heißt es in der offiziellen Apple-Stellungnahme. Als pikant gilt dabei das Detail, wie der Wurm auf die Geräte kommen konnte. Verantwortlich dafür soll nämlich ausgerechnet ein virenverseuchter Windows-Rechner sein, der von einem der am Produktionsprozess beteiligten Unternehmen in Verwendung war. Mac-Systeme sowie der iPod selbst sind gegen den Schädling zwar immun. Auf Windows-Systemen kann der Wurm aber durchaus Schaden anrichten.
Apple hat indes versichert, dass das Problem behoben wurde und alle jetzt ausgelieferten iPods virenfrei sind. Auch habe man entsprechende Maßnahmen getroffen, dass ein derartiger Vorfall in Zukunft nicht mehr passieren kann. Ungeachtet der angeblich geringen Zahl betroffener Geräte sind bereits Fälle deutscher Anwender bekannt, die das Schadprogramm auf ihrem in Deutschland erworbenen iPod entdeckt haben.
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