Wo einst Bagger ratterten, um Braunkohle aus der Erde zu schürfen, wird heute über grünen Wasserstoff, intelligente Stromnetze und klimafreundliche Digitalisierung gesprochen. Die Lausitz, über Jahrzehnte eng mit fossiler Energieproduktion verwoben, steht vor einer Zäsur, die sich gewaschen hat. Was geplant wird, hat nichts mit kosmetischer Sanierung zu tun. Es geht vielmehr um den Umbau einer ganzen Region.
Während andere noch über Transformation reden, wurde in der Lausitz bereits eine Vision definiert, die klarer nicht sein könnte. Es soll Europas erstes Net Zero Valley entstehen und damit eine Modellregion, in der klimaneutrale Industrie, nachhaltige Technologie und ambitionierter Strukturwandel keine Gegensätze mehr sind. Ob das realistisch ist? Die ersten Zahlen, Projekte und Beschlüsse sprechen eine eigene Sprache.
Der Titel Net Zero Valley klingt groß und das ist er auch. (Bildquelle: unsplash.com)
Wer die Lausitz verstehen will, muss auf Jahrzehnte, in denen Energieerzeugung gleichbedeutend war mit Kohle, Schichtarbeit und gigantischen Tagebauen, zurückblicken. Die Region lebte mit und von der Kohle. Der angekündigte Ausstieg bis spätestens 2038 reißt daher neben der wirtschaftlichen auch eine kulturelle Lücke.
Strukturwandel ist in der Lausitz kein Fremdwort. Doch was früher als reines Ersatzprogramm verstanden wurde, soll jetzt eine echte Zukunftsstrategie sein. Es geht darum, Neues zu schaffen. Mit neuen Industrien, modernisierten Infrastrukturen und einer klaren Ausrichtung auf das, was morgen gebraucht wird. Emissionsfreie Energie, intelligente Technologien und resiliente Arbeitsplätze.
Der Titel Net Zero Valley klingt groß und das ist er auch. Seit 2025 trägt die Lausitz ihn offiziell. Als erste Region Europas wurde sie zu einer klimafreundlichen Modellregion erklärt, in der Netto-Null-Emissionen politisches Ziel und wirtschaftliches Fundament sein sollen. Elf Standorte mit insgesamt 800 Hektar Fläche stehen bereit für Unternehmen, die beim Produzieren möglichst keine Emissionen verursachen.
Im Zentrum steht der sogenannte Clean Power Circle. Dieser ist eine Ansammlung von Unternehmen und Projekten, die sich auf Wasserstoff, Batterien, Netze und sogenannte Sektorkopplung spezialisiert haben. Damit ist gemeint, dass Strom, Wärme, Mobilität und Industrie vernetzt, abgestimmt und effizient arbeiten.
Parallel dazu rücken digitale Geschäftsmodelle als ernstzunehmender Klimafaktor stärker in den Fokus. Neue Online Casinos (vgl. https://www.hochgepokert.com/casino/neue-online-casinos/) zeigen etwa, wie emissionsarm und ressourcenschonend moderne Unterhaltung sein kann, wenn sie konsequent digital gedacht wird. Im Vergleich zu klassischen Spielhallen fallen weniger Energieverbrauch, Gebäudekosten und Verkehrsaufkommen an. Für eine Region wie die Lausitz, die wirtschaftliche Zukunft mit Klimazielen verknüpfen will, ergeben sich daraus spannende Anknüpfungspunkte.
Wer investieren will, bekommt beschleunigte Genehmigungsverfahren und Zugang zu speziellen Förderinstrumenten, denn Geschwindigkeit ist in der Transformation eine Notwendigkeit.
Große Pläne benötigen große Budgets und das Lausitzprogramm 2038 liefert genau das. Über 10 Milliarden Euro stehen aus dem Strukturstärkungsgesetz zur Verfügung, verteilt über mehrere Jahre. Damit sollen neben Fabriken auch Schulen, Forschungszentren, Bahnlinien und digitale Netze gebaut werden.
Ergänzt wird das Ganze durch EU-Mittel aus dem Just Transition Fund, einem Fördertopf, der speziell Regionen beim Umstieg auf eine CO₂-arme Wirtschaft unterstützt. Das Geld fließt in drei Hauptstränge. Zum einen in die wirtschaftsnahe Infrastruktur, zum anderen in Digitalisierung und Renaturierung. Letzteres betrifft primär die gigantischen Tagebauflächen, die nach dem Kohleausstieg als Raum für neue Nutzungsideen wie Solarparks oder Naherholungsgebiete enden sollen.
Es bleibt derweil nicht bei Plänen. Schon jetzt wird gebaut, entwickelt und getestet. Mit dem Projekt GreenHyBB steht ein ambitionierter Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft auf dem Programm. Parallel dazu errichtet BASF eine Batteriefabrik, während Rock Tech an einer der ersten Lithiumraffinerien Europas arbeitet. Alles in der Lausitz.
Diese Ansiedlungen kommen nicht zufällig. Sie fügen sich in eine Strategie ein, die auf neue industrielle Wertschöpfungsketten abzielt. Vom Rohstoff über die Verarbeitung bis zum Endprodukt soll alles in der Region denkbar werden. Der Fokus liegt dabei klar auf sauberen Technologien, also solchen, die klimaschonend arbeiten und sich in ein nachhaltiges Gesamtsystem einfügen lassen.
Auch klassische Energieprojekte sind dabei. Windparks, große Solarflächen, Batteriespeicher. 211 Strukturprojekte wurden bis 2025 qualifiziert. Es entsteht ein realer industrieller Mikrokosmos.
Einer der größten Bremsklötze bei Infrastrukturprojekten in Deutschland ist, wenig überraschend, die Bürokratie. Für das Net Zero Valley hat man sich deshalb einiges einfallen lassen. Genehmigungsverfahren sollen gestrafft, Beteiligungsprozesse effizienter und digitale Abläufe priorisiert werden.
Das bedeutet nicht, dass Umweltschutz oder Bürgerrechte unter den Tisch fallen. Es bedeutet vielmehr, dass Projekte nicht mehr über Jahre hinweg in Aktenordnern verstauben. Die Landesregierungen haben dafür eigene Regelungen auf den Weg gebracht und auch auf EU-Ebene wurde der Weg für beschleunigte Bewilligungen freigemacht. Wer also in der Lausitz investieren will, kann tatsächlich mit zügigen Entscheidungen rechnen. Ein Standortvorteil, der in der Branche mittlerweile selten geworden ist.
Wird der Kohleausstieg Arbeitslosigkeit bringen? Diese Frage steht im Raum, seit das Ausstiegsdatum genannt wurde. Das ist möglich, aber nur, wenn der Strukturwandel scheitert. Doch genau das will das Lausitzprogramm verhindern. Die neuen Industrieprojekte schaffen Tausende Stellen. Zusätzlich entstehen Jobs in Forschung, Logistik, Energie, Verwaltung und IT. Um den Übergang zu ermöglichen, liegt ein Schwerpunkt auf Qualifizierung. Mit der Net Zero Academy wurde ein Programm ins Leben gerufen, das dort ansetzt. Ziel ist es, vielfältige Perspektiven zu schaffen. Das gelingt nur, wenn auch junge Menschen Perspektiven vor Ort sehen und nicht gleich Richtung Großstadt weiterziehen.
Ohne die Menschen vor Ort läuft nichts. Deshalb ist der Wandel kein Top-down-Projekt. Vielmehr ist er bewusst partizipativ angelegt. Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH koordiniert neben Investitionen auch Beteiligungsformate, Werkstattgespräche und Dialogrunden. Kommunen, Unternehmen, Hochschulen und Bürgerinitiativen sitzen mit am Tisch, wenn neue Projekte diskutiert und priorisiert werden. Das schafft Vertrauen und verhindert, dass Fehlplanungen über Jahre hinweg durchgezogen werden, ohne dass jemand davon profitiert.
Dass andere Regionen auf die Lausitz schauen, ist kein Zufall. Der Ansatz, Strukturwandel, Innovation und Klimaziele zu vereinen, hat Signalwirkung. Ob in Polen, Tschechien oder Spanien, überall stehen fossile Industrien vor dem Umbruch. Was in der Lausitz gelingt oder scheitert, könnte als Blaupause dienen. Die Kombination aus öffentlicher Förderung, industrieller Dynamik und lokaler Einbindung wirkt nicht revolutionär, aber durchaus realistisch.
Natürlich läuft nicht immer alles glatt. Einige Projekte verzögern sich, Fachkräfte fehlen mancherorts und nicht jeder Bürgermeister hat gleich drei Investoren in der Warteschleife. Trotzdem sind bis Ende 2025 bereits Milliarden gebunden, Bauarbeiten haben begonnen und die ersten Hallen stehen.
Evaluierungen durch die BTU Cottbus-Senftenberg und das Institut der Wirtschaft Halle begleiten den Prozess wissenschaftlich. Man will wissen, was funktioniert und was nicht. Der Plan der Lausitz ist ambitioniert, aber eben nicht aus der Luft gegriffen. Vielleicht ist genau das die große Stärke. Ein realistischer Zukunftsentwurf, der zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Fortschritt gemeinsam neue Wege eröffnen können.
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