Die Deutsche Telekom hat gemeinsam mit Partnern wie AMD, Mavenir, Lenovo, HPE und Juniper den Energieverbrauch ihrer Telco-Cloud-Infrastruktur erheblich reduziert. Durch einen ganzheitlichen Optimierungsansatz konnten die Energiekosten im Core Network in Zeiten geringer Auslastung um bis zu 65 Prozent gesenkt werden – ohne Einbußen bei der 5G-Performance.
Ausgangspunkt war das Problem, dass Telco-Clouds für Spitzenlasten ausgelegt sind, aber auch bei deutlich geringerem Datenverkehr nahezu gleich viel Energie verbrauchen. Die Lösung liegt in einer dynamischen Skalierung, die den Energiebedarf flexibel an die tatsächliche Auslastung anpasst.
Eine zentrale Rolle spielen dabei moderne Serverprozessoren wie die AMD EPYC CPUs der vierten Generation, die durch höhere Core-Dichte und bessere Effizienz überzeugen. Ergänzt wird dies durch einen „Full Stack Energy Efficiency“-Ansatz, bei dem Hardware- und Softwarekomponenten – inklusive Kubernetes – gemeinsam optimiert werden. Insgesamt wurden rund 70 Stellschrauben identifiziert, um den Energieverbrauch über den gesamten Technologie-Stack hinweg zu reduzieren.
Besonders wichtig ist die Fähigkeit der Prozessoren, ihre Leistung fein granular und schnell anzupassen. Diese dynamische Frequenzskalierung ermöglicht es, Energie zu sparen, ohne die für Telco-Anwendungen kritische Latenz zu beeinträchtigen.
Die im Testbetrieb erzielten Ergebnisse zeigen großes Potenzial: Die Optimierungen sind mit zahlreichen Anwendungen kompatibel und sollen künftig europaweit ausgerollt werden. Angesichts von zehntausenden eingesetzten CPUs im 5G-Core summieren sich die Einsparungen erheblich.
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