WD hat die Integration von Post-Quanten-Kryptografie (PQC) in seine neuesten Ultrastar-Enterprise-Festplatten angekündigt. Die neuen UltraSMR-Modelle sollen Unternehmen dabei helfen, sich frühzeitig gegen zukünftige Bedrohungen durch Quantencomputer abzusichern.
Im Fokus stehen dabei moderne KI-Infrastrukturen, die enorme Mengen langlebiger Daten erzeugen und speichern. Laut WD werden Datensicherheit und Integrität dadurch zunehmend zu einer grundlegenden Voraussetzung für den Betrieb moderner Rechenzentren. Die neuen Laufwerke befinden sich bereits bei mehreren Hyperscale-Kunden in der Qualifizierungsphase.
Mit der neuen PQC-Implementierung will WD insbesondere sogenannte „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffe verhindern. Dabei sammeln Angreifer bereits heute verschlüsselte Daten, um diese zukünftig mit leistungsfähigen Quantencomputern entschlüsseln zu können.
Die Sicherheitsmechanismen greifen direkt auf Geräteebene und stärken den sogenannten „Root of Trust“. Besonders im Fokus stehen Firmware-Integrität, Signaturprüfung und Schlüsselmanagement, um Manipulationen und gefälschte Firmware-Updates zu verhindern.
Für die neuen Ultrastar DC HC6100 UltraSMR-Laufwerke setzt WD auf NIST-konforme kryptografische Verfahren. Zum Einsatz kommt unter anderem der Algorithmus ML-DSA-87 in Kombination mit RSA-3072-Dual-Signing. Zusätzlich integriert WD PQC-fähige PKI- und HSM-Workflows für Schlüsselausstellung und Lebenszyklusmanagement.
Darüber hinaus sollen Rollback- und Dual-Signing-Mechanismen eine problemlose Einführung in bestehenden Rechenzentrumsumgebungen ermöglichen, ohne laufende Systeme zu beeinträchtigen.
„Da KI-Datensätze immer wertvoller und langlebiger werden, ist ihre Sicherung nicht mehr optional. Quantencomputing stellt einen der bedeutendsten technologischen Umbrüche unserer Zeit dar und schreitet schneller voran, als viele Unternehmen erwarten“
Dr. Xiaodong (Carl) Che, Chief Technology Officer und Senior Vice President bei WD
WD plant, die neuen PQC-Funktionen künftig auch auf weitere Enterprise-Festplattenserien auszuweiten. Ziel ist es, Unternehmen langfristig eine quantensichere Speicherinfrastruktur für KI- und datengetriebene Workloads bereitzustellen.
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