ARTIKEL/TESTS / Die Kaufberatung: Weihnachten 2004

High-End

Auf der vorherigen Seite sind wir ausführlich auf die aktuell interessanten Produkte aus den Segementen Einstieg und Mainstream eingegangen, doch gibt es auch noch einen weiteren Bereich: High-End, wobei man hier wiederum ein wenig differenzieren kann, da entsprechende Produkte im Preis doch deutlich variieren und wir nach oben hin keine Grenze setzen - die gehobene Klasse beginnt für uns bei etwa 350 bis 400 Euro pro CPU. Prinzipiell bieten sich hier natürlich die Geräte der beiden Konkurrenten Intel und AMD an, aus welchem Grund wir nun auch etwas genaue auf die beiden eingehen möchten.



AMD hat erst vor wenigen Wochen neue Prozessoren auf den Markt gebracht und die sehr erfolgreiche Athlon 64 Serie somit weiter ausgebaut. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um den Athlon 64 4000+ und den Athlon 64 FX-55 mit einer Taktfrequenz von satten 2,6 GHz. Preislich gesehen sind die beiden auch alles andere als ein Schnäppchen: 650 bzw. 750 Euro pro CPU. Von der Markteinführung des 4000+ hat auch der 3800+ (512 KB L2, 2,4 GHz) preislich profitiert und ist aktuell bereits für etwa 550 Euro zu haben. Nebenbei sollte man auch noch erwähnen, dass ein 4000+ in 90 nm auf Basis des Winchester Kern ebenfalls bereits verfügbar ist und mit etwa 700 Euro zu Buche schlägt. In Sachen Preis/Leistung erweist sich zudem der Athlon 64 FX-53 als schlechter Verlierer, da er aktuell mehr kostet als sein großer FX-55 Bruder. Halten wir also fest: AMDs Athlon 64 3800+ erweist sich als kleiner Preistipp - wer noch mehr Geld ausgeben will, sollte es auf jeden Fall in einen 2,6 GHz Athlon 64 FX, der übrigens ohne Multiplikatorsperre arbeitet, stecken.



Doch Intel wäre nicht Intel, wenn man der Konkurrenz den Markt kampflos überlassen würde, daher hat man gerade in den letzten Wochen zahlreiche neue Flaggschiffe offiziell vorgestellt. Ein kurzer Überblick: Die aktuellen Schlagworte bei Intel heißen Pentium 4 auf LGA775 Basis mit NX-Bit Feature und Pentium 4 Extreme Edition mit 1.066 MHz Front Side Bus. Hier lassen sich besonders zwei Produkte aufgrund ihrer Leistung und Attraktivität hervorheben: Intel Pentium 4 570J und Pentium 4 Extreme Edition 3,46 GHz. Die neuen LGA775 Prozessoren sind ab 580 bzw. 910 Euro erhältlich und lassen es dank Taktraten von 3,8 und 3,46 GHz so richtig krachen! Als besonders interessant stellt sich der 570J mit NX-Bit Feature (No Execution von Windows XP inklusive Service Pack 2) heraus, der nicht nur Features, sondern auch ein recht gutes Preis/Leistungs-Verhältnis vereint, und sich daher zum Hardware-Mag Weihnachtstipp macht. Zwar kann der P4EE 3,46 dank seiner höheren Speicherbandbreite den 570J des Öfteren in die Schranken weißen, doch kann man dies durch den deutlich niedrigeren Preis verschmerzen. Außerdem wird beim Kauf eines normalen FSB800 Prozessors kein neues Motherboard bzw. kein i925XE Chipsatz nötig, wie es beim neuen FSB1066 P4 der Fall ist. Wobei wir auch schon beim nächsten Thema unseres Guides wären: Motherboards.

Doch bevor wir nun zur nächsten Seite gehen, möchten wir noch kurz auf den Intel Pentium M hinweisen, welchen man mittlerweile auch in herkömmliche Desktop-PCs integrieren kann. Besonders interessant ist hier die 2,0 GHz Variante auf Basis des Dothan Kerns (Pentium M 755), welcher bereits für etwa 380 Euro erhältlich ist und dank seiner 2 MB Second-Level-Cache auch die "großen" Desktop-CPUs ins Wanken bringt. Mehr zu einer passenden i855GM Plattform gibt es auf der übernächsten Seite.

Autor: Patrick von Brunn
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